AnchorLabs — den Pfad hinter den Pixeln sehen.
Ein kostenloses Figma-Plugin das Logos in ihre Ankerpunkte und Bezier-Pfade zerlegt. Gebaut um ein echtes Problem zu lösen — ohne Paywall, ohne Illustrator.
Warum gibt es das nicht schon?
Wer ein Logo wirklich versteht, sieht nicht nur die Form — er sieht den Aufbau dahinter. Wo liegen die Ankerpunkte? Welche Bezier-Handles formen die Kurven? Das war lange Spezialwissen, für das man entweder tief in Illustrator oder in kostenpflichtige Plugins einsteigen musste.
Ein Plugin. Kein Paywall. 2–5 Minuten.
AnchorLabs legt Ankerpunkte, Bezier-Handles, Vektor-Outlines und optionale Konstruktionslinien direkt über jede Vektorauswahl in Figma. Das Ziel: in unter fünf Minuten fertig, ohne Einlesung in eine Dokumentation.
- Ankerpunkte visualisieren — alle Nodes eines Vektorpfads werden als beschriftete Quadrate eingeblendet.
- Bezier-Handles — In- und Out-Handles werden als Linien mit Kontrollpunkten dargestellt.
- Vektor-Outlines — der Pfad wird als separate Outline-Ebene eingeblendet.
- Konstruktionslinien — optionale Baseline-, Cap-Height- und Winkellinien für Präzisions-Layouts.
- Mehrsprachig — Interface in Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen verfügbar.
- Kostenlos — kein Abo, kein Paywall, keine Creative-Cloud-Abhängigkeit.
Einfach — aber nicht simpel.
Das Interface sollte so wenig Erklärung wie möglich brauchen. Nicht weil es nichts zu erklären gibt, sondern weil ein gutes Werkzeug den Nutzer nicht aufhält.
Der erste Entwurf hatte zu viele Optionen auf einmal sichtbar. Drei Tabs, Farbwähler, Größeneingaben — alles da, aber niemand fand sich sofort zurecht. Das war der klassische Fehler: ich war so tief in der Funktionalität, dass ich vergessen hatte wie jemand das Plugin zum ersten Mal öffnet.
Die zweite Version reduzierte das Interface radikal. Kernfunktionen vorne, erweiterte Optionen hinter einem Aufklapp-Bereich. Das Ziel: innerhalb von 2–5 Minuten das erste Ergebnis sehen, ohne etwas lesen zu müssen.
Farb- und Größenwerte wurden auf sinnvolle Defaults gesetzt — chartreuse für Ankerpunkte, kleines Quadrat, kontrastreiche Farbe. Nutzbar sofort, anpassbar wenn nötig.
„Das Interface sollte so einfach wie möglich, mehrsprachig und synchronisiert sein, sodass jeder direkt weiß, was er macht."
— Sascha Schmidt, AnchorLabsCharcoal, Electric Green, Jost.
Das Plugin-Interface spiegelt seine Funktion: präzise, technisch, klar. Schwarzer Hintergrund, kontraststarkes Grün, monospace-geprägte Typografie.
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Was ich beim nächsten Mal anders machen würde.
Version 1.0 hatte einen Bug, der mir erst nach dem Launch auffiel — direkte Folge eines Tunnelblicks während der Entwicklung. Version 1.1 hat ihn behoben.
Das Wichtigste, das ich aus der Entwicklung mitgenommen habe: Tunnelblick ist der größte Feind eines guten Interface-Tests. Wenn man monatelang mit einem Tool lebt, sieht man irgendwann nicht mehr was ein Erstnzutzer sieht.
Beim nächsten Projekt würde ich früher externe Augen holen — nicht erst nach dem Launch, sondern schon während der Beta. Und: die KI-unterstützte Entwicklung (die ich für AnchorLabs genutzt habe) mit stärkerem eigenem Testing-Protokoll kombinieren.
Was die 1.400+ Downloads zeigen: das Problem war real. Nicht nur für mich, sondern für eine breite Community von Designern die bis dahin keine gute kostenlose Lösung hatten.